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Aktuelles

Pressemitteilung der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg vom 21.07.08:

Bundesweites Netzwerk analysiert Ursachen der Mentalen Retardierung

Wenn Menschen in ihrer Auffassungsgabe, ihrer Fähigkeit zur Auseinandersetzung mit der Umwelt und ihrer Entwicklung zu einem selbständigen Individuum deutlich unter dem Durchschnitt bleiben, wird heute dafür der Begriff „Intelligenzminderung“ oder „mentale Retardierung“ verwendet. In der Mehrzahl der Fälle bleibt heute die Ursache noch unbekannt. Daher ist eine ursächliche Behandlung in der Regel nicht möglich. Verschiedene Fördermaßnahmen erlauben zwar eine Verbesserung der jeweiligen Fähigkeiten, jedoch nur im beschränkten Maße. Voraussetzung für die Erforschung ursächlicher Behandlungsmöglichkeiten ist aber zunächst die Aufklärung der verschiedenen Ursachen der mentalen Retardierung, die überwiegend auf der Ebene der Gene zu suchen sind. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat daher beschlossen, über einen Zeitraum von drei Jahren mit insgesamt mehr als vier Millionen Euro die systematische Aufklärung der genetischen Ursachen der mentalen Retardierung zu fördern. Das hierbei neu gegründete deutschlandweite Netzwerk Mentale Retardierung (MRNET, German Mental Retardation Network) wird von Prof. Dr. André Reis, Direktor des Humangenetischen Instituts der Universität Erlangen-Nürnberg, koordiniert.

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21.09.2010

MRNET-Projektkoordinator Professor André Reis bezieht Stellung zu den Bedenken der stellv. Vorsitzenden der Lebenshilfe gegen das Forschungsprojekt

Die stellv. Vorsitzende der Lebenshilfe, Frau Professor Nicklas-Faust, hatte zuvor gegenüber den Projektleitern aber auch der Öffentlichkeit Bedenken zum Projekt geäußert. Prof. Reis nimmt in seiner Antwort ausführlich Stellung und weist insbesondere den Vorwurf entschieden zurück, das Projekt würde vorwiegend fremdnützige Forschung an nichteinwilligungsfähigen Personen durchführen.

Stellungnahme.pdf (55KB)